
Mittendrin statt nur dabei: Dies wurde für Alexander Blanke und Felix Schmidtke vom Judo-Sportverein Eilenburg Realität – nach erfolgreicher Qualifikation waren sie in diesen Tagen bei den sächsischen U13-Landesmeisterschaften in Rodewisch am Start.
Zuvor hatten sich die Beiden bei den Bezirkseinzelmeisterschaften qualifiziert: Dabei kämpfte Alexander Blanke kämpfte in seiner Gewichtsklasse bis 55 Kilo souverän und gewann dreimal. Er setzte seine Fortschritte im Training, bezüglich der Angriffe mit seiner Hauptangriffstechnik Seoi Nage (Schulterwurf) sehr gut um und bezwang damit zwei seiner Gegner erfolgreich. In seiner ersten Begegnung bereitete er seine Aktion mit gutem Griffkampf vor und siegte, durch Seoi Nage, mit Punktsieg.
Qualifikation zur Landesmeisterschaft in Rodewisch
Das Ganze gelang ihm dann noch mal im zweiten Kampf mit überdrehtem Schulterwurf innerhalb der ersten zehn Sekunden. Auch in seinem dritten Kampf überzeugte Alexander mit starken Angriffen im Stand und im Boden, wobei sein Gegner allerdings durch Verletzung aufgeben musste. Damit holte er sich die begehrte Goldmedaille und die damit verbundene Qualifikation zur Landesmeisterschaft in Rodewisch.
Felix Schmidtke konnte sich ebenfalls für die LEM qualifizieren – in der Gewichtsklasse bis 50 Kilo. Er überzeugte in seiner ersten Begegnung mit guter Initiative in seinen Angriffen, wobei er aber mit einer Kontertechnik Tani-Otoshi ( Beinwurf) zu einer Wertung kam und damit die Führung übernahm. Diese konnte er dann bis zum Ende des Kampfes verteidigen. Im zweiten Kampf musste er sich durch eine Festhaltetechnik seines Gegners geschlagen geben.
Felix Schmidtke überzeugte das Kampfgericht
Nun ging es um den Einzug ins Finale. Hier stand er auch einem starken Gegner gegenüber: Beide schenkten sich nichts in ihren Angriffsversuchen, am Ende gab es keine Wertung, sodass die Kampfrichter entscheiden mussten. Felix Schmidtke überzeugte das Kampfgericht mehr und zog damit ins Finale ein.
Im letzten und entscheidenden Kampf startete er mit zwei guten Angriffen mit O-Soto-Otoshi (Beinwurf), welche allerdings noch nicht zum Sieg reichten. Leider geriet Felix dann ins Hintertreffen und geriet in eine Festhaltetechnik, aus der er sich nicht mehr befreien konnte und verlor den Kampf. Aber immerhin: Damit stand er auch auf dem Treppchen und holte Silber und das Ticket für Rodewisch.
Die weiteren Ergebnisse bei den Bezirkseinzelmeisterschaften: Jonas Knötzsch aus Eilenburg verpasste in seiner Gewichtsklasse bis 46 Kilo die Qualifikation nur knapp. Nach einem sehr guten Start mit einem Punktsieg im ersten Kampf und einer Niederlage in der darauffolgenden Begegnung, musste er auf Grund von Punktegleichstand in seiner Gruppe in zwei Stichkämpfe, die er leider beide verloren geben musste.
Am Ende erreichte er den fünften Platz. Piet Küster (bis 31 Kilo) hatte die am stärksten besetzte Gewichtsklasse erwischt. 13 Starter kämpften um die begehrten Medaillen. Deshalb musste Piet im Doppel-KO-System kämpfen. Leider verlor er zwei von zwei Kämpfen und musste damit den Wettkampf beenden.
Leonie Sucker und Melinda Neumann ebenfalls am Start
Die Eilenburger hatten auch noch zwei Mädchen am Start. Zum einen war das Leonie Sucker in der Gewichtsklasse bis 52 kg und Melinda Neumann bis 48 kg. Erstere stand viermal auf die Tatami: Sie entschied aber nur einen Kampf für sich. In der dritten Begegnung griff Leonie Sucker ihre Gegnerin mehrfach mit Beinwürfen an, wodurch sie kleinere Wertungen erlangte. Diesen Vorteil rettete sie über die Kampfzeit und gewann am Ende. Leider reichte es nur für den fünften Platz und damit nicht für Rodewisch.
Einen schlechten Tag hatte allerdings Melinda Neumann erwischt und konnte keinen ihrer drei Kämpfe gewinnen. Sie schaffte es nicht, ihre gute Trainingsleistung auf die Tatami zu bringen.
Sprung nach Rodewisch: Hier hatte Alexander Blanke in seiner Gewichtsklasse sieben weitere Starter. Gekämpft wurde in zwei Pools mit je vier Kämpfern. Er gewann zwei seiner drei Pool-Kämpfe. Der Eilenburger überzeugte wieder mit guten Angriffen. Den ersten Kampf gewann er mit einer Hüftwurftechnik und einer anschließenden Festhaltetechnik. In seiner zweiten Begegnung holte er wieder seine Hauptangriffstechnik, Seoi Nage (Schulterwurf) raus und erhielt damit einen Wertungsvorsprung, den er mit weiteren guten Angriffen bis zum Ende des Kampfes rettete.
Auch seinen dritten Gegner kann Alexander gut beschäftigen und erreicht sogar einen Vorteilswertung. Leider verlor er dann den Kampf doch noch mit Punkt durch eine Unachtsamkeit. Im Halbfinale verlor Alexander leider gegen einen sehr erfahrenen Kandidaten aus Werdau. Somit erkämpfte er einen sehr guten dritten Platz und konnte die Bronze-Medaille mit nach Hause nehmen.
Felix Schmidtke hatte mit elf weiteren Sportlern in seiner Gewichtsklasse ein dickes Brett im Doppel-KO-System zu bohren. Er dominierte seinen Gegner im ersten Kampf fast bis zum Ende. Leider lies die Konzentration kurz vor Schluss nach, er lief in einen Angriff seines Gegners hinein und verlor. Die zweite Begegnung verlor er dann auch durch Punktsieg seines Gegners. T. Erlebach
































