Blick auf die Bauarbeiten
Der Sprungturm steht, die Spielelemente des Wasserspielplatzes werden montiert - Blick auf die Bauarbeiten im Altenburger Freibad Süd. Foto: Mario Jahn

Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (EWA) baut derzeit im Freibad Süd. Nicht nur der Badespaß steht bei der Umgestaltung im Vordergrund, sondern auch der Komfort: In einem neuen Gebäude entstehen moderne Sanitäranlagen für die Besucher.

Im neuen Gebäude, das vom Haupteingang aus linkerhand neben der Umkleide entsteht, finden acht Damen-WCs, vier Herren-WCs, vier Urinale und zwei separate Duschen ihren Platz. Außerdem wird in einem zusätzlichen barrierefreien WC ein Wickelplatz untergebracht.

Innenausbau läuft

Momentan laufe noch der Innenausbau, teilte die EWA mit. Unter anderem würden dabei Fenster und Außentüren montiert, Putz und Fliesen angebracht, gemalt, beschichtet und letztlich möbliert.

Im zweiten Gebäudeteil entsteht neben der Pumpen- und Filtertechnik sowie den Schwall- und Schlammwasser-Behältern der Technikraum mit der Wasseraufbereitung für den noch im Bau befindlichen neuen Wasserspielplatz. Anstelle des alten und reinigungsintensiven Planschbeckens entsteht derzeit ein neuer Wasserspielplatz. Kinder können dann beim Planschen Spritzfiguren in Tierform und bunte Wasserräder nutzen. Zudem sollen Wasserfontänen und kippende Wassertrichter für Abwechslung sorgen. Unter dem angrenzenden Altbaumbestand bieten Bänke künftig die Möglichkeit, vom Schatten aus die Kinder zu beaufsichtigen.

10-Meter-Sprungturm abgerissen

Nach über 90 Dienstjahren wurde nach der vergangenen Saison der 10-Meter-Sprungturm dem Erdboden gleichgemacht. Aufgrund diverser irreparabler Schäden war die Nutzung des Turms ohnehin seit Jahren eingeschränkt. Zuletzt konnte nur noch aus drei Metern Höhe gesprungen werden.

Das ändert sich zur nächsten Saison: Anstatt des 1933 erbauten Betonturmes bietet der neue Edelstahlturm eine Plattform auf fünf Metern Höhe und ein Sprungbrett auf drei Metern Höhe. Die Sprungflächen seien, dank glasfaserverstärktem Kunststoffbelag, rutschfest und würden gleichzeitig einen guten Barfußkomfort bieten, heißt es in einer Mitteilung der EWA. Außerdem sei der Turm nun dauerhaft korrosionsbeständig.

Beim Bau des neuen Turms musste die EWA etwas tiefer in die Tasche greifen als geplant. So entstanden durch ein notwendig gewordenes Pfahlfundament Mehrkosten. Dazu seien generell gestiegene Baukosten ursächlich dafür, dass die Umgestaltung des Freibades jetzt rund 150.000 Euro teurer werde.

EWA-Geschäftsführerin Andrea Schappmann erklärt: „Geplant war bei der Antragstellung der Fördermittel eine Gesamtbausumme von 2.213.873 Euro. Die derzeitige Kostenschätzung liegt bei ca. 2.350.000 Euro.“ Davon kämen knapp 1,8 Millionen Euro aus Mitteln der Städtebauförderung des Landes und knapp 200.000 Euro von der Stadt Altenburg. Der Rest sei Eigenleistung der EWA.

Die Eröffnung des Freibades Süd plant der Betreiber in der zweiten Julihälfte. Dann kostet die Einzelkarte für den Besuch 50 Cent mehr als in der Vorsaison. Geschäftsführerin Schappmann erklärt: „Grund sind nicht die Baumaßnahmen, sondern die gestiegenen Kosten für Personal, Einsatzstoffe und Dienstleistungen rund ums Freibad.“ Red.

Das Freibad Süd hat in der Saison unter der Woche zwischen 11 und 20 Uhr, am Wochenende zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet.

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