Bis in die 70er-Jahre gehörte ein Fotoshooting mit Pony für Familien zum Zoobesuch dazu. Auch für „EisbärenSommer“-Autorin Silke Heinig und ihren Bruder. Repro: Silke Heinig

In ihrem lesenswerten Büchlein „EisbärenSommer“ hat Silke Heinig Familiengeschichten und Fotoschätze ihrer Kindheit zwischen zwei Buchdeckeln vereint. Die Leipziger Autorin – vielen ist sie durch ihr langjähriges Engagement beim Literatur Treff Grünau bekannt – weckt auf 120 Seiten bei jenen, die im Leipzig der 60er- , 70er- und 80er-Jahre aufwuchsen, vielfältige Erinnerungen.

Wer kennt es noch, das tapfere weiße Pony im Zoo? „Auf diesem haben damals bestimmt alle  Kinder einmal gesessen, um sich von Foto Barthold fürs Familienalbum ablichten zu lassen“, ist Silke Heinig überzeugt. Zum Beweis steuerte sie ihrem Buch ein Foto bei, das sie mit ihrem Bruder – und besagtem Pferdchen – zeigt, dessen Namen sie leider nicht (mehr) weiß. Wer sich also noch lebhaft an sein tierisches „Foto-shooting“ in der Nähe der Bärenburg und an den Namen des Ponys erinnern kann, wird herzlich gebeten, sein Wissen per E-Mail an redaktion@leipzig-media.de, Betreff: Pony, weiterzugeben.

Natürlich bietet „EisbärenSommer“ noch viele weitere Reminiszenzen an eine Leipziger Kindheit zur damaligen Zeit. So erlebt der „Titelheld“, ein Eisbär als Fotogag eines pfiffigen Lichtbildners am Ostseestrand, sein Comeback, und es werden auch Erlebnisse der Großmutter wiedergegeben, die leidenschaftlich gern mit ihrem Alfred auf Elster und Pleiße paddelte – bis der Krieg dem Familienglück ein jähes Ende bereitete. Rhabarberkompott bei Omi Martha, ein Faschingskostüm mit zwei Siegern – mit vielen weiteren, teils turbulenten Familiengeschichten, bereichert durch zahlreiche Schätze aus Fotoalben, frischt die Autorin in der Erinnerung Verblasstes wieder auf. Und vielleicht hilft dieser Buchtipp auch dem einen oder anderen Leser bezüglich des Pony-Namens auf die Sprünge … hb

Silke Heinig: „EisbärenSommer: FamilienGeschichten und FotoSchätze meiner Kindheit in Leipzig“, erschienen bei epubli, 4. Auflage als Taschenbuch, 120 Seiten

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