
Teilweise mehr als 60 Jahre alt, mit oder ohne Beiwagen und noch lange kein Schrott: Beim siebten Löbnitzer AWO-Treffen präsentierten sich am vergangenen Wochenende zahlreiche Sport- und Touren-AWOs von ihrer besten Seite.
Fachsimpeln, Staunen und Vergleichen
Die Freunde der Awtowelo-Ära trafen sich in bester Bikermanier auf dem Reitplatz in Löbnitz. Fachsimpeln, Staunen und Vergleichen standen auf dem Programm. Liebevoll restaurierte Originalfahrzeuge, Gespanne und kreative Eigenumbauten ließen die Herzen der Kenner höherschlagen.
Der Höhepunkt des Nachmittags war zweifellos der Demonstrationslauf. Mit wehender Startflagge gab ein Startgirl das Signal. Für die Teilnehmer war dies die Gelegenheit zu zeigen, was in ihren Viertaktern steckt. Auf einer Achtelmeile knatterten die Oldtimer unter den Augen zahlreicher Schaulustiger um die begehrten Pokale.

Im Durchschnitt benötigten sie rund zehn Sekunden für die Strecke. Dabei zeigte sich: Besonders laut bedeutete nicht automatisch besonders schnell. Auf einer so kurzen Distanz sind sowohl das Startverhalten des Motorrads als auch das Reaktionsvermögen des Fahrers entscheidend. Dass die Kultmaschinen selbst im hohen Alter noch zuverlässig laufen, ist dem aufwendigen Hobby ihrer Besitzer zu verdanken. Viel Zeit, technisches Verständnis und vor allem Liebe zur Legende sind notwendig, um die historischen Fahrzeuge zu erhalten. Der Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Begeisterung schweißen die Enthusiasten zusammen.
Großer Besucherandrang
Das Organisationsteam zeigte sich mit dem großen Besucherandrang sehr zufrieden. Am Abend wurden die selbst gefertigten Pokale in verschiedenen Kategorien an die Gewinner überreicht. Anschließend wurde im Festzelt ausgelassen gefeiert. Für musikalische Unterhaltung sorgten die LE Stagers am Freitag und die Silverlake Band am Samstag.
Matthias Rupert von den AWO-Freunden Löbnitz zog ein begeistertes Fazit: „Ein unglaubliches Wochenende liegt hinter uns. Es war phänomenal. So viele Teilnehmer und Tagesbesucher hatten wir noch nie“, freute er sich. In den kommenden Wochen werden die AWOs aus Löbnitz zeigen, dass sie nicht nur auf der Kurzstrecke überzeugen, sondern auch über englische Straßen knattern können. Anke Herold


































