Pinguine, Robben, Unterwassertunnel: Das erwartet Besucher in Feuerland

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Die Robben sind bereits eingezogen und leben sich hinter den (Feuerland-)Kulissen ein. Foto: Zoo Leipzig
Die Robben sind bereits eingezogen und leben sich hinter den (Feuerland-)Kulissen ein. Foto: Zoo Leipzig

Diesen Termin 1. September sollte man sich unbedingt mal dick im Kalender anstreichen: Dann wird die Stadt Leipzig im Allgemeinen und der Leipziger Zoo im Besonderen um eine Attraktion reicher, die ganz bestimmt jede Menge Schaulustige von nah und vor allem von fern anlocken wird. Die Wasserwelt Feuerland wird an diesem Tag offiziell eröffnet.

Das hört sich alles unfassbar spektakulär an: Schroffe Felswände, ein fünf Millionen Liter fassendes Wasserbecken und Strandabschnitte sind entstanden. Dazu gibt es einen 100 Meter langen Unterwassertunnel, von dem aus man den Pinguinen und Robben beim Schwimmen aus einer ganz neuen Perspektive zuschauen kann. Kurz gesagt: Da wartet bald ein einzigartiges Erlebnis auf die Zoobesucherinnen und -besucher.

Erste Umzugsbewegungen haben begonnen

An den finalen Arbeiten, der Inbetriebnahme der Technik sowie der Landschaftsgestaltung wird derzeit noch kräftig gearbeitet. Aber die ersten Umzugsbewegungen sind schon zu beobachten im Leipziger Zoo: Die ersten Tiere sind zur Eingewöhnung bereits in die rückwärtigen Feuerland-Bereiche eingezogen.

Der Leipziger Zoo weihte kürzlich sein neues Schiffswrack in der Feuerland-Themenwelt ein. Das Schiff soll eine detailgetreue Nachbaute eines echten Schiffwracks darstellen, von welchen es unzählige vor der südlichsten Küste Südamerikas geben soll. Foto: Raik Schache
Der Leipziger Zoo weihte kürzlich sein neues Schiffswrack in der Feuerland-Themenwelt ein. Das Schiff soll eine detailgetreue Nachbaute eines echten Schiffwracks darstellen, von welchen es unzählige vor der südlichsten Küste Südamerikas geben soll. Foto: Raik Schache

Während die Seelöwen aus dem zooeigenen Bestand in das neue Areal umgesiedelt wurden, kommen die Humboldtpinguine aus verschiedenen Zoos als neue Tierart nach Leipzig. „Wir freuen uns riesig darauf, das Abenteuer Feuerland bald mit unseren Gästen erleben zu dürfen. Am 1. September wollen wir eröffnen“, verkündete Zoodirektor Prof. Jörg Junhold in diesen Tagen und ergänzt: „Die Tiere fungieren dabei als Botschafter für bedrohte Tierarten im natürlichen Lebensraum, deren Schutz wir weiter ausbauen wollen.“

Dementsprechend wird im neuen Feuerland auch die Information nicht zu kurz kommen: Edukative Bereiche werden über die verschiedenen Tierarten, Lebensräume und das Artenschutzengagement des Zoos informieren. Die Arbeit mit den Tieren wird unmittelbar im Rahmen öffentlicher Trainings erlebbar und ein filmisches Erlebnis nimmt die Gäste mit auf eine Reise nach Südamerika.

Fokus liegt auf hochbedrohten Arten

Ach ja – im Fokus des Zoo-Engagements in Südamerika liegen drei hochbedrohte Arten, die wie keine anderen für ihren Lebensraum stehen: der winzige Darwin-Nasenfrosch mit seiner außergewöhnlichen Evolutionsgeschichte, der südliche Flussotter, der in abgelegenen Feuchtgebieten ums Überleben kämpft und der Humboldt-Pinguin, dessen Brutkolonien an der zerklüfteten Pazifikküste massiv unter Druck stehen. „Wir verstehen uns als Natur- und Artenschutzzentrum, das die Brücke zum natürlichen Lebensraum bietet und unsere Gäste einlädt, die Faszination Feuerland mit allen Sinnen zu erleben“, sagt Prof. Jörg Junhold und freut sich schon jetzt darauf, das Abenteuer einzuläuten. red./jw

Infos: www.zoo-leipzig.de

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