Was für ein Projekt: Auch das Viadukt Sellerhausen wird in die Ge- staltung vom Parkbogen Ost einbezogen – dazu kommen ein Gar- tenpark, für den es nun eine Förderung gibt. Foto: André Kempner
Was für ein Projekt: Auch das Viadukt Sellerhausen wird in die Ge- staltung vom Parkbogen Ost einbezogen – dazu kommen ein Gar- tenpark, für den es nun eine Förderung gibt. Foto: André Kempner

Der Parkbogen im Leipziger Osten soll weiter Gestalt annehmen – dank einer Vier-Millionen-Euro-Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Wie die Stadtverwaltung Leipzig mitteilt, wird nun der so genannte Gartenpark als nächster Abschnitt des von Bürgern initiierten, innovativen Stadtentwicklungsprojekts in Angriff genommen.

Ästhetik orientiert sich an den Kleingärten

Und dies wird sich die Stadt Leipzig auch noch einmal rund 1,88 Millionen Euro kosten lassen. Mit dem Ergebnis, dass auf einer Länge von rund 450 Metern der früheren Bahntrasse in Anger-Crottendorf ein rund 16000 Quadratmeter großer Gartenpark am Sellerhäuser Bogen entstehen wird. Der wiederum in seiner Gestaltung sich an den Kleingartenanlagen orientieren wird, die er quert.

Geplant ist ein Hauptweg mit rund fünf Metern Breite sowie ein zentraler Freiraum, der mit Obstwiesen und Rasenabschnitten zum Spielen und Picknicken einladen wird. Es soll aber auch Platz zum gemeinschaftlichen Gärtnern entstehen.

Schotterbänder mit Bahnschwellen erhalten

Die Schotterbänder mit Bahnschwellen sollen auf weiten Strecken des Höhenzugs erhalten bleiben und mit spezialisierten Stauden und Gehölzen für den trockenen Standort bepflanzt werden. Die natürlich vorhandene Vegetation wird dabei aufgegriffen und ergänzt, wodurch die städtische Artenvielfalt verbessert wird.

Auf dem zehn Meter hohen Viadukt in Sellerhausen entstehen Bereiche für Natur und Erholung, auch ein Rad- und Fußweg - wie diese Visualisierung der Architekten zeigt. Grafik: SINAI / mau.atelier
Auf dem zehn Meter hohen Viadukt in Sellerhausen entstehen Bereiche für Natur und Erholung, auch ein Rad- und Fußweg – wie diese Visualisierung der Architekten zeigt. Grafik: SINAI / mau.atelier

Der Gartenpark ist künftig barrierefrei über Rampen und bereits fertiggestellte Treppen an den Brücken über die Liselotte-Herrmann-Straße sowie die Theodor-Neubauer-Straße an den Grünzug angebunden. Um den Höhenweg gut auszuleuchten, wurden spezielle Mastleuchten entworfen.

Baubeginn für den Gartenpark soll Oktober 2026 sein, die Arbeiten an der Brücke sind ab März 2027 geplant. Das Projekt Parkbogen Ost sieht insgesamt vor, den brachliegenden östlichen S-Bahnbogen in einen grünen Höhenzug mit Fuß- und Radwegen zu entwickeln. Anwohner, Besucher und Touristen sollen sich hier aktiv oder ruhig erholen können. Die Barrierewirkung der Bahntrasse wird überwunden, indem an allen querenden Straßen barrierefreie Rampen, Zugänge und Treppen entstehen. Auch ein Angebot von Aufenthaltsflächen sowie barrierearmen Sport- und Spielmöglichkeiten wird angeordnet.

So läuft die Nordspange

Die so genannte Nordspange des Parkbogen Ost soll perspektivisch von der Westseite des Hauptbahnhofs, am Gothischen Bad sowie am Volksgarten vorbei, über die Brücke Torgauer Straße verlaufen und dann über die Portitzer Straße Richtung Paunsdorf führen. red./jw

Infos: www.leipzig.de/parkbogen-ost

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here