
Der Parkbogen im Leipziger Osten soll weiter Gestalt annehmen – dank einer Vier-Millionen-Euro-Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Wie die Stadtverwaltung Leipzig mitteilt, wird nun der so genannte Gartenpark als nächster Abschnitt des von Bürgern initiierten, innovativen Stadtentwicklungsprojekts in Angriff genommen.
Ästhetik orientiert sich an den Kleingärten
Und dies wird sich die Stadt Leipzig auch noch einmal rund 1,88 Millionen Euro kosten lassen. Mit dem Ergebnis, dass auf einer Länge von rund 450 Metern der früheren Bahntrasse in Anger-Crottendorf ein rund 16000 Quadratmeter großer Gartenpark am Sellerhäuser Bogen entstehen wird. Der wiederum in seiner Gestaltung sich an den Kleingartenanlagen orientieren wird, die er quert.
Geplant ist ein Hauptweg mit rund fünf Metern Breite sowie ein zentraler Freiraum, der mit Obstwiesen und Rasenabschnitten zum Spielen und Picknicken einladen wird. Es soll aber auch Platz zum gemeinschaftlichen Gärtnern entstehen.
Schotterbänder mit Bahnschwellen erhalten
Die Schotterbänder mit Bahnschwellen sollen auf weiten Strecken des Höhenzugs erhalten bleiben und mit spezialisierten Stauden und Gehölzen für den trockenen Standort bepflanzt werden. Die natürlich vorhandene Vegetation wird dabei aufgegriffen und ergänzt, wodurch die städtische Artenvielfalt verbessert wird.

Der Gartenpark ist künftig barrierefrei über Rampen und bereits fertiggestellte Treppen an den Brücken über die Liselotte-Herrmann-Straße sowie die Theodor-Neubauer-Straße an den Grünzug angebunden. Um den Höhenweg gut auszuleuchten, wurden spezielle Mastleuchten entworfen.
Baubeginn für den Gartenpark soll Oktober 2026 sein, die Arbeiten an der Brücke sind ab März 2027 geplant. Das Projekt Parkbogen Ost sieht insgesamt vor, den brachliegenden östlichen S-Bahnbogen in einen grünen Höhenzug mit Fuß- und Radwegen zu entwickeln. Anwohner, Besucher und Touristen sollen sich hier aktiv oder ruhig erholen können. Die Barrierewirkung der Bahntrasse wird überwunden, indem an allen querenden Straßen barrierefreie Rampen, Zugänge und Treppen entstehen. Auch ein Angebot von Aufenthaltsflächen sowie barrierearmen Sport- und Spielmöglichkeiten wird angeordnet.
So läuft die Nordspange
Die so genannte Nordspange des Parkbogen Ost soll perspektivisch von der Westseite des Hauptbahnhofs, am Gothischen Bad sowie am Volksgarten vorbei, über die Brücke Torgauer Straße verlaufen und dann über die Portitzer Straße Richtung Paunsdorf führen. red./jw
Infos: www.leipzig.de/parkbogen-ost































