Der Verein Woé zon loo ermöglicht Kindern und Jugendlichen in Togo ein sicheres Zuhause und Zugang zu Bildung. Mit der Freien Grundschule Falkennest wurde jetzt ein neues Projekt gestartet, das Austausch zwischen togolesischen und deutschen Grundschulkindern verwirklicht. Foto: privat
Der Verein Woé zon loo ermöglicht Kindern und Jugendlichen in Togo ein sicheres Zuhause und Zugang zu Bildung. Mit der Freien Grundschule Falkennest wurde jetzt ein neues Projekt gestartet, das Austausch zwischen togolesischen und deutschen Grundschulkindern verwirklicht. Foto: privat

Die Pädagoginnen, Pädagogen und ­Kinder der Freien Grundschule Falkennest in Wiesenena haben gemeinsam mit dem Verein Woé zon loo ein neues Projekt gestartet: eine Partnerschaft zwischen Deutschland und Togo. Was als überraschender Brief begann, entwickelt sich nun zu einem ­lebendigen interkulturellen Austausch.

Unsere Kinder schauten im ­Juni 2025 nicht schlecht, als plötzlich ein Umschlag aus Togo im Schulbriefkasten lag – gefüllt mit zahlreichen bunten Kinderzeichnungen. Möglich gemacht wurde dieser besondere Moment durch unsere Unterstützerin Franziska Gründling, die unsere Schule über ihr ehrenamtliches Engagement in Togo vernetzte. Gemeinsam machten sich unsere „Falken“ zunächst auf Entdeckungsreise: Wo liegt Togo eigentlich? Wie leben Kinder dort? Wie geht Schule dort? Schnell war klar: Darauf möchten wir antworten!

Gemeinsamer Brief an Schule in Togo

Mit viel Eifer malten unsere Kinder daraufhin eigene Bilder und verfassten gemeinsam einen Brief – natürlich auf ­Englisch, denn an unserer Schule beginnt der Englischunterricht bereits ab der 1. Klasse. Zwar geht Kommunikation heute oft digital und in Sekundenschnelle, doch gerade das bewusste Nutzen eines „alten“ Kommunikationswegs machte diesen Austausch für die Kinder besonders spannend. Sich auf etwas zu freuen, Geduld zu üben und zu wissen: An einem ganz anderen Ort auf der Welt warten andere Kinder auf unsere Post – das war eine ganz neue Erfahrung.

Der Brief wurde dann endlich im September 2025 nach Afrika abgeschickt. Anders als bei uns werden Briefe in Togo zunächst an einer Sammelstelle angenommen. Eine Ehrenamtliche in Togo holt sie von dort ab und bringt sie anschließend zur Schule. So verging einige Zeit – bis Januar 2026. Dann konnten die Kinder in Togo unseren Brief schließlich öffnen. Die Freude war groß: Neugierig betrachteten sie die Zeichnungen und wunderten sich, was wir alles gemalt hatten. Besonders das bunte Auto hat es den Kindern in Kpalimé angetan. Auch die deutsche Flagge haben sie sofort erkannt.

Brieffreundschaft ist eine wertvolle Bereicherung

Für unsere Schülerinnen und Schüler ist diese Brieffreundschaft eine wertvolle Bereicherung. Sie lernen eine bislang ­völlig unbekannte Kultur kennen, erweitern ihren Horizont, üben Englisch in einem echten Lebenskontext und erfahren, wie verbindend Austausch über Länder und Kontinente hinweg sein kann.

Nun heißt es wieder warten: Mindestens bis ins Frühjahr 2026 wird es sicherlich dauern, bis wir mit einer Antwort rechnen können. Die Spannung ist groß – und die Vorfreude ebenso, was sich aus dieser besonderen Verbindung weiter entwickeln wird.

Der Austausch wird vom Verein Woé zon loo unterstützt, einem deutschen Verein, der gemeinsam mit seinem togolesischen Partnerverein International Volontaire en Action Bildungs- und Frauenempowerment-Projekte in Togo umsetzt.

Franziska Gründling, Martina Fröhnert

Weitere Informationen zum Projekt „Bildungschancen für ­benachteiligte Kinder in Togo“

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