Mal ein wenig Zeit schenken - an Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, die auch in Leipziger Krankenhäusern behandelt werden. Dafür sucht das Friedensdorf International nach ehrenamtlicher Unterstützung. Foto: Friedensdorf International
Mal ein wenig Zeit schenken - an Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, die auch in Leipziger Krankenhäusern behandelt werden. Dafür sucht das Friedensdorf International nach ehrenamtlicher Unterstützung. Foto: Friedensdorf International

Manchmal wünschen sich Kinder einfach nur ein bisschen Zeit. Vor allem dann, wenn sie von ihren Familien getrennt sich – wie jene Kinder, die derzeit in Leipziger Krankenhäusern behandelt werden und aus Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt kommen. Wer nun ein wenig Zeit hat, kann diese gern verschenken: Das Friedensdorf International sucht dafür Menschen in Leipzig, die sich im Ehrenamt engagieren möchten.

Ein langer Leidensweg liegt hinter den kindern

Viele der über 200 Kinder, die von der Organisation jährlich nach Deutschland gebracht werden, haben bereits einen langen Leidensweg hinter sich. Sie stammen aus Kriegs- und Krisengebieten, in denen medizinische Versorgung oft nicht oder nur unzureichend möglich ist. Seit über 55 Jahren ermöglicht man diesen Kindern eine dringend benötigte, kostenfreie Behandlung in deutschen Krankenhäusern, wie beispielsweise in Leipzig. Hier sucht das Friedensdorf International ganzjährig Unterstützung bei den Krankenhausbesuchen der Kinder.

Sehr unterschiedliche Erkrankungen

Die Erkrankungen und Verletzungen sind sehr unterschiedlich: schwere Entzündungen nach eigentlich einfachen Knochenbrüchen, Folgen von Unfällen im Alltag, angeborene Fehlbildungen oder chronische Erkrankungen, die unbehandelt zu dauerhaften Einschränkungen oder lebensbedrohlichen Situationen führen können. Viele Kinder haben in ihren Heimatländern bereits jahrelang auf Hilfe gewartet – oder lebten ohne ausreichende medizinische Betreuung in Familien, die selbst kaum Unterstützung haben.

Für sie ist das Friedensdorf International oft die letzte Chance. Während ihres Aufenthalts in Deutschland leben die Kinder im Friedensdorf in Oberhausen, das man sich wie ein großes, liebevoll begleiteten Heimbereich vorstellen kann. Etwa 200 Kinder aus vielen Nationen leben dort zusammen, spielen und lernen. Sie erleben zum ersten Mal, nicht allein zu sein mit ihrem Schicksal.

Kinder in Leipzig wünschen sich ein wenig Begleitung

Aktuell werden zwei bis drei Kinder in Leipziger Krankenhäusern behandelt. Sie sind zwischen drei und 14 Jahre alt und während der Behandlung von ihren Familien getrennt. In dieser Zeit sind ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter vor Ort besonders wichtig. Sie erleichtern den Klinikalltag, schenken Ablenkung, Trost und Normalität. Ehrenamtliche ersetzen keine Familie – sie sind Freunde auf Zeit.

Das Ehrenamt ist flexibel, gewünscht ist ein regelmäßiges Engagement von etwa vier Stunden pro Woche. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren sowie Freude am Umgang mit Kindern. Zum Schutz der Kinder werden die Aufenthaltsorte nicht öffentlich genannt. Interessierte erhalten alle Informationen im persönlichen Kontakt.

Kontakt: Olivia Höche, Tel.: 030 46604731, E-Mail:berlin@friedensdorf.de

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