Leipzig. Aus rund 430 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet wurde das Naturkundemuseum Leipzig mit seinem neuesten Kinderbuchprojekt Hermann H. ter Meer und das Geheimnis der Unsterblichkeit in die Liste der Nominierungen für den Deutschen Lesepreis 2023 aufgenommen. Die Preisträger/-innen werden am 7. März im Berliner Humboldt Carré offiziell gekürt.

Es heißt nun also, Daumen drücken. In der Kategorie Herausragendes kommunales Engagement, gefördert vom Deutschen Städtetag und der Deutschen Fernsehlotterie, steht nicht nur das Buch selbst im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Entstehungsprozess und die weitere Verwertung innerhalb verschiedener öffentlicher Einrichtungen. Unter Einbeziehung unterschiedlicher Institutionen und der Zielgruppe selbst konnte das Projekt rund um das Kinderbuch zur Neubildung und Stabilisierung von kommunalen Netzwerken in der Stadt Leipzig beitragen.

Von Kindern für Kinder gemacht – eine Zusammenarbeit mit Mehrwert

Bei der Entstehung des Buchs wurden Kinder aus Leipziger Grundschulen und Gymnasien einbezogen. Zur Ideensammlung konnten sie vor Ort in der Präparationswerkstatt dem Präparator über die Schulter schauen. Fragen und Wünsche der Kinder wurden zusammengetragen und waren in der Konzeption und Redaktion des Buches richtungsweisend. Von den Inhalten bis zur Finalisierung der fertigen Druckdatei – es erfolgte eine stete, enge Abstimmung mit den beteiligten Kindern.

Um mit dem fertigen Kinderbuch die Zielgruppe bestmöglich zu erreichen, wandte sich das Naturkundemuseum seit März an städtische Bildungseinrichtungen. Das Buch wird von der Autorin vorgestellt und vorgelesen. Für die entstehenden Fragen ist zusätzlich ein Präparator mit vor Ort.

Die Kooperationen mit anderen kommunalen Einrichtungen unter dem Titel Lesetage sollen zukünftig weitergeführt werden und allen Beteiligen nachhaltig von Nutzen sein. Geplant sind aktuell bis Jahresende weitere Folgetermine in städtischen Bibliotheken und Schulbibliotheken. Eine Fortführung in 2023 ist geplant.

Mit dem Kinderbuch verfolgt das Naturkundemuseum in Leipzig mehrere Kernziele wie Integration, Partizipation und sozialen Teilhabe. (Natur-) Wissenschaftliche Bildung soll für Jede und Jeden leicht zugänglich und verständlich sein. „In einem Dialog auf Augenhöhe nehmen wir die Kinder mit auf eine spannende Reise in die Welt der Natur und der Präparation“, sagt dazu Henriette Joseph, die Autorin des Buches und Initiatorin des Projekts.

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