Die Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2018 haben allen Grund zum Jubeln. Foto: Bart-Söllner

BORSDORF. Geschafft! 51 schwere Steine sind von ebenso vielen Herzen geplumpst, 51 junge Menschen haben am Freien Gymnasium Borsdorf (FGB) ihre Abiturzeugnisse erhalten. Und diese Zeugnisse geben Anlass zum Jubeln – nicht „nur“ bei den Empfängern, sondern auch beim Pädagogenteam des zehn Jahre jungen Gymnasiums. Mit einem Abiturdurchschnitt von 2,13 sind die Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrganges 2018 besser als der sächsische Landesdurchschnitt 2017. Auf einem Drittel der Abiturzeugnisse steht ein Durchschnitt von 1,5 oder besser. Zwei Schülerinnen und ein Schüler haben die Traumnote 1,0 geschafft. Ihre Studienwünsche sind Geoökologie, Medizin und Lehramt.

Dass dieser dritte Abiturjahrgang der Borsdorfer Bildungseinrichtung zugleich der beste seit Bestehen der Schule ist, war nicht selbstverständlich. „Diese jungen Leute haben alles mitgenommen, was wir zu bieten hatten“, erklärt Schulleiterin Kai Hakl mit leichter Ironie. „Sie begannen ihre Schulzeit noch im ursprünglichen Altbau, haben das Wachstum der Schule erlebt, mussten die Zeit des Um- und Neubaus sowie verschiedene personelle Veränderungen verkraften. Umso höher ist das erzielte Ergebnis einzuschätzen.“

Beeindruckt zeigte sich das Kollegium des FGB von der Leistungsbereitschaft und dem hohen Engagement der beiden Abiturklassen. „Das waren ,Selbstkümmerer’, die hart gearbeitet und große soziale Kompetenz bewiesen haben“, stellt Kai Hakl fest. Während bundesweit unzählige Schüler über eine vermeintlich zu hohe Belastung durch den Unterricht ächzen, unterstützen die Borsdorfer 2018er „nebenbei“ mit vielen Aktionen über Jahre hinweg ein Waisenhaus in Ghana. Als eine Schülerin lebensgefährlich erkrankte, konnte sie auf die Unterstützung ihrer Mitschüler zählen und wurde sogar vom Krankenbett aus per Skype in den Unterricht einbezogen. „Trotz langer Ausfallzeit schaffte sie das Abi ohne ,Ehrenrunde’, und zwar mit einem starken Durchschnitt von 1,6“, freute sich Kai Hakl. In Anerkennung dieser Leistung verlieh die Dr.-Hübner-Stiftung dieser Schülerin einen gesonderten Preis. PM

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