
In Leipzig schlägt das Sport-Herz mitten in der Stadt – und dies bald noch ein ganzes Stück intensiver: Das Sportforum soll zum zentralen Standort für Spitzen- und Breitensport sowie für nationale und internationale Großveranstaltungen werden. Einen entsprechenden Zuwendungsvertrag haben in diesen Tagen Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterzeichnet.
Mächtig gewaltig, was da geplant ist: Die bestehende Quarterback Immobilien Arena soll grundlegend saniert und deren Zuschauerkapazität auf rund 12.000 Plätze ausgebaut werden. Flankiert wird diese Modernisierung durch den dringend benötigten Neubau einer wettkampffähigen Ballsporthalle für bis zu 5000 sportbegeisterte Besucher.
Die damit auch verbundene Hoffnung: Weil der Olympiastützpunkt und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft gleich um die Ecke liegen, könnte man voneinander profitieren – ebenso wie die lokalen Vereinen.
Konzeptwettbewerbs soll zeitnah vorbereitet werden
Dazu der Ausblick: Der offizielle Startschuss für das Vergabeverfahren in Form eines Konzeptwettbewerbs soll zeitnah vorbereitet und durchgeführt werden, um innovative Konzepte zu prüfen. Die finale Vergabe und der Zuschlag für Planung, Bau sowie Betrieb des neuen Sportcampus sind fest für das Jahr 2028 im Projektablaufplan verankert. Ach ja – die nun vertraglich unter Dach und Fach gebrachte Unterstützung vom Freistaat Sachsen hat die Form eines Förderschecks mit einem Umfang von bis zu 60 Millionen Euro.
Diese Investition tätigt man natürlich mit einem ziemlich konkreten Ziel: „Es gibt viele gute Gründe für diese Investition – olympische Wettkämpfe in Leipzig sind einer davon. Sollte die Bewerbung Berlin+ erfolgreich sein, kann Leipzig eine wichtige Rolle bei den Sommerspielen 2036, 2040 oder 2044 übernehmen“, gibt Michael Kretschmer zu Protokoll.
Bedingungen für den LeipzigerSport verbessern
Gut, angesichts der politischen Veränderungen in der Hauptstadt muss man wohl erst einmal schauen, was überhaupt aus dem erwähnten Berlin+ wird, aber auch dazu hat Sachsens Ministerpräsident eine klare Ansage: „Klar ist auch: Die Investition ist langfristig angelegt. Sie kommt in jedem Fall und wird diesen wunderbaren und traditionsreichen Sportstandort weiter voranbringen.“
Was wiederum in Leipzig gut ankommt. „Wir verbessern die Bedingungen für den Leipziger Breiten-, Leistungs- und Spitzensport und schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen, künftig noch stärker nationale und internationale Sportgroßveranstaltungen nach Leipzig, Sachsen und Mitteldeutschland zu holen“, erklärt Burkhard Jung. Und nicht ohne Grund strahlten bei der Vertragsunterzeichnung auch DHfK-Handballer Anton Voß und HCL-Kollegin Marlene Tucholke um die Wette: Die freuen sich schon auf die neue Ballsporthalle als Spielstätte.
Ebenfalls wichtig: Die Modernisierung des Sportforums insgesamt garantiert den dauerhaften Erhalt der hydraulisch verfahrbaren Leichtathletikanlage mit ihrem Spezialboden für den sächsischen Leichtathletikverband. Gleichzeitig werden die Nebenhallen der Arena als zukunftssicherer Standort für den Bundesstützpunkt Fechten und den Fechtclub Leipzig ausgebaut. red./jw



































