
Wow, das ist aber mal eine Summe: Insgesamt 1 44.4 500 Euro hat die 44. „Tour der Hoffnung“ im Jahr 2026 zusammengebracht – Reinerlös, wohlgemerkt. Diese frohe Kunde machte in diesen Tagen in Leipzig als Tour-Zielort für die mehr als 160 Radelnden die Runde – diese hatten sich in Mittelhessen auf den Weg gemacht und waren über Magdeburg und Halle in die sächsische Metropole gefahren.
Drei Tage voller gemeinsamer Emotionen
„Unsere gemeinsamen drei Tage waren wieder unfassbar emotional“, berichtet Schirmherrin Petra Behle nach der Zieleinfahrt. Die über 160 Radlerinnen und Radlern erlebten dabei Momente, die ihnen genauso im Gedächtnis bleiben werden wie den vielen Menschen, die sie bei den 22 Stopps getroffen haben: mit Volksfeststimmung vor einer Brauerei, beim morgendlichen Start auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Magdeburg, bei der Polonaise auf der Wiese eines Badesees, zu Besuch im Autohaus oder nach der Einfahrt auf dem Marktplatz unter Geläut mit Cheerleadern und vielen Menschen.
So geschehen in Köthen in Sachsen-Anhalt. „Dazu war das Wetter mit einer Mischung aus Sonne und hier und da ein paar Wolken perfekt, um bei unseren Stopps das Leben zu feiern und möglichst viele Spenden zu sammeln“, ergänzt die Olympiasiegerin und neunfache Biathlon-Weltmeisterin.
Start war der Prolog in Gießen
Los gegangen war es – inzwischen schon traditionell – mit dem Prolog in Gießen. Nach einer ersten Runde ging es mit Bussen nach Magdeburg und dort verabschiedete dann die Radsport-Legende Täve Schur das Feld. Das machte sich dann auf den Weg nach Halle und schließlich nach Leipzig: Im Park an der onkologischen Kinderstation im Universitätsklinikum begrüßte Prof. Dr. Roland Päffle die Gäste an ihrem Ziel.
Auch hier gab es Schecks unter tosendem Applaus. Erfasste Stille herrschte bei dem Auftritt von Mitradler Tim Reinicke, dessen Sohn vor zwei Jahren an Leukämie erkrankte. Die zweite Chemotherapie wirkte zwar, aber zu spät. Sein jüngerer Bruder Oskar war zum Glück ein Match als Rückenmarkspender. Das Team der Uniklinik operierte erfolgreich.
Ein gutes Beispiel für den Lohn der Hoffnung
Heute ist Paul wieder gesund. Seitdem engagieren sich die Reinickes für die „Tour der Hoffnung“, um sich für die Leistung der Mediziner, der Pflegekräfte und allen Beteiligten zu bedanken. Seine bewegende Schilderung zeigte, warum sich jede und jeder einzelne der „Tour der Hoffnung“ verschrieben hat.
Rund 250 Kilometer war diese Tour im Jahr 2026 unterwegs – um Aufmerksamkeit zu schaffen für krebskranke Kinder und Jugendliche. Um die Gemeinschaft und das Leben zu feiern – und natürlich um Spenden zu sammeln. Der Reinerlös einer der größten, ehrenamtlich organisierten Benefiz-Radtouren der Bundesrepublik lautet in diesem Jahr: 1 444 500 Euro. Denn alle helfenden und organisierenden Hände machen das zu hundert Prozent ehrenamtlich. Mit den Spendengeldern werden die Forschung, neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung und klinische Versorgung aktiv unterstützt.
Ach ja – eine wichtige Info fehlt noch: Wohin geht die 45. „Tour der Hoffnung“. Nach Hannover – dies erklärte der erste Vorsitzende des Trägervereins Tour der Hoffnung, Dr. Mathias Rinn. Auch das Datum steht bereits fest: Sie wird vom 11. bis 15. August 2027 wieder rollen. Mit einer Neuerung: sie wird einen Tag länger gehen. Der Prolog wird aber weiterhin in und rund um Gießen rollen – dann aber einen Tag länger. red./jw
Infos: www.tour-der-hoffnung.de


































