Prof. Dr. Ronny Maik Leder (rechts) bei seiner Ansprache im Foyer des Pauline Zentrums. Mit im Bild Dr. Skadi Jennicke die Bürgermeisterin für Kultur und Sören Trillenberg Staatssekretär für Infrastruktur und Landesentwicklung. Im Bowlingtreff auf dem Leuschnerplatz, Fördermittelbescheid über 60 Mio wurde übergeben. Foto: Wolfgang Sens
Prof. Dr. Ronny Maik Leder (rechts) bei seiner Ansprache im Foyer des Pauline Zentrums. Mit im Bild Dr. Skadi Jennicke die Bürgermeisterin für Kultur und Sören Trillenberg Staatssekretär für Infrastruktur und Landesentwicklung. Im Bowlingtreff auf dem Leuschnerplatz, Fördermittelbescheid über 60 Mio wurde übergeben. Foto: Wolfgang Sens

Ortstermin mit Förderscheck und dies auf einer Baustelle: Stattliche 59,5 Millionen Euro ist das Ding „schwer“, das Staatssekretär Sören Trillenberg bei seiner Stippvisite im künftigen Naturkundemuseum Leipzig im Gepäck hatte. Das Geld aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen wird in den ehemaligen Bowlingtreff auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz gesteckt, der damit vom „Lost Place“ zum „Place to be“ werden soll.

Der Sprung ist durchaus ein gewaltiger: Das denkmalgeschützte Ensemble im Herzen Leipzigs war lange Jahre eben ein solcher „verlorener Ort“. Und es soll erweckt werden als Standort für ein Museum, das jährlich rund 90000 Besucherinnen und Besucher anzieht – ein Ort also, an dem man durchaus mal gewesen sein sollte. Weil es dort eine Menge zu lernen gibt über die Naturwissenschaften …

Vom „Lost Place“ zum „Place to be“

Ehe dieser Sprung vom „Lost Place“ zum „Place to be“ vollzogen ist, bleibt noch eine Menge zu tun – trotz der Tatsache, dass schon mehr als ein Jahr an dem Oktagon auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz gearbeitet wird. Der Großteil der Sanierung und des Baus steht noch bevor – und erfolgt unter der Erde: Die unterirdisch an das Oktagon anbindende, viergeschossige „Westhalle“ und die ebenso verbundene eingeschossige Osthalle werden so umgestaltet, dass sie für Dauer- und Wechselausstellung genutzt werden. Im Oktagon sollen Empfangsportal, Atrium sowie Verwaltungsräume entstehen.

Dabei soll die „Westhalle“ nach oben durch eine schräge, gewölbte oberirdische Dachkonstruktion geöffnet werden; dazu kommt eine Öffnung an der Westseite. Dies soll für das künftige Naturkundemuseum eine Verbindung nach Außen und teilweise einen natürlichen Lichteinfall verschaffen. Die Dimensionen sind beträchtlich: Das gesamte Gebäude ist rund 135 Meter breit und reicht über vier Etagen mehr als 15 Meter in die Tiefe.

3500 Quadratmeter Ausstellungsfläche

Die Ausstellungsfläche wird insgesamt etwa 3500 Quadratmeter betragen – der bisherige Museumsbau verfügt über lediglich 800 Quadratmeter. Das Gebäude insgesamt mit allen Nebenflächen und Büros wird über 8000 Quadratmeter groß.

„Mit der Sanierung dieses bedeutenden Denkmals der Architektur- und Technikgeschichte investieren wir nicht nur in den Erhalt unseres kulturellen Erbes, sondern auch in die Zukunft unserer Region“, verweist Staatssekretär Sören Trillenberg vom Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) auf die Geschichte des Hauses.

Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex wurde ab den 1920er-Jahren als Umspannwerk bzw. Akkumulatorenhalle genutzt und in den 1980er-Jahren zu einem Bowlingtreff umgebaut. Und der Staatssekretär ergänzt außerdem: „Dieser Ort wird nicht nur den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft fördern, sondern auch dazu beitragen, die MINT-Fächer in Schulen und Universitäten weiter zu stärken.“ red./jw

Infos: www.leipzig.de/neubau-naturkundemuseum

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