Das Messfahrzeug S.T.I.E.R 3 ist ab Mai im Landkreis unterwegs, um den Zustand der Straßen zu erfassen. Foto: Lehmann+Partner
Das Messfahrzeug S.T.I.E.R 3 ist ab Mai im Landkreis unterwegs, um den Zustand der Straßen zu erfassen. Foto: Lehmann+Partner

Der Landkreis Altenburger Land modernisiert seine Straßenverwaltung und lässt die nächste turnusmäßige Straßenzustandsanalyse erstmals digital durchführen. Das Ziel ist es, die rund 233 Kilometer Kreisstraßen effizient, objektiv und zukunftsorientiert zu erfassen, zu bewerten und zu verwalten. Die regelmäßige Erfassung und Bewertung des Zustandes der Kreisstraßen sowie die daraus resultierende Priorisierung von Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen ist eine zentrale Aufgabe des Landkreises. Bislang erfolgte dies manuell durch Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Messfahrzeuge unterwegs

In Zukunft soll dies digital dann geschehen. Dazu werden in den nächsten Wochen entsprechende Messfahrzeuge auf den verschiedenen Kreisstraßen unterwegs sein. Derzeit wird das gesamte Kreisstraßennetz einschließlich aller kleinen und großen Bauwerke wie Brücken und Durchlasse sowie auch die Ortsdurchfahrtsgrenzen von den Fachleuten des beauftragten Unternehmens manuell erfasst und eingemessen.

Im Zuge dessen erhalten die Leitpfosten auch entsprechende Markierungen. Die Messdaten werden schließlich in eine große Datenbank eingearbeitet. Daraus entsteht am Ende ein digitales Straßennetz. Ab Mai erfolgt dann die Zustandserfassung der einzelnen Straßen mit einem ganz speziellen Messfahrzeug, dem „STIER 3“. Dieses ist mit modernster Kamera- und Lasertechnik ausgerüstet und erfasst damit die Längs- und Querebenheit der Fahrbahnoberfläche sowie die einzelnen Schlaglöcher.

Digitale Straßeninformationsbank

Ferner werden in regelmäßigen Abständen georeferenzierte Fotos der Fahrbahnoberfläche gemacht sowie Straßenschäden, Beschilderungen, Bäume, Mulden und Bankette rechts und links der Fahrbahn aufgenommen. Eine Erfassung privater Flächen und Grundstücke erfolgt jedoch nicht.

Alle erhobenen Daten werden übersichtlich in einer digitalen Straßenkarte dargestellt und anschließend messtechnisch ausgewertet. Die Ergebnisse fließen am Ende in die neue, digitale Straßeninformationsbank ein. In dieser werden sie dann effizient verwaltet, analysiert und asauch in Zukunft fortgeschrieben. Mit der Datenbank ist der Fachdienst Straßenbau und Straßenverwaltung in der Lage, jeden Kreisstraßenmeter, jeden Baum und jedes Verkehrsschild entlang der Fahrbahn im Computer anzusehen und auszuwerten.

Die digitale Straßenzustandserfassung bildet künftig die Grundlage für eine effiziente Erhaltungsplanung. Insbesondere bei der wichtigen Priorisierung und Wirtschaftlichkeitsbewertung von Straßenbauprogrammen ermöglicht sie in Zukunft fundierte und transparente Entscheidungen.

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