Gabriela Jolowicz zeigt Holzschnitte im Museum für Druckkunst in Leipzig

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Auch der Holzschnitt
Auch der Holzschnitt "Acapulco" von Gabriela Jolowicz wird im Museum für Druckkunst gezeigt. Repro: Gabriela Jolowicz

Ein Blick aufs Handy, ein Gespräch im Café, ein Sprung in den Pool: Alltagsmomente, wie sie jeder kennt – doch bei Gabriela Jolowicz werden sie zu vielschichtigen Bildgeschichten. Die Berliner Künstlerin zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen des zeitgenössischen Holzschnitts in Deutschland, und ab dem 12. September zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig ihre Ausstellung „Pool and Prime“ .

Rund 25 großformatige Werke aus den Jahren 2009 bis heute sind zu sehen, darunter auch bislang unveröffentlichte Arbeiten . Jolowicz beschränkt sich bewusst auf Schwarz und Weiß – ein Stilmittel, das ihre Werke comichaft wirken lässt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Wer genau hinschaut, entdeckt in ihren dichten Bildwelten immer wieder Neues: Figuren und Räume sind kunstvoll miteinander verwoben, jede Partie ist bis ins Detail ausgearbeitet.

Großformatige Holzschnitt-Panoramas

Ein besonderes Highlight der Leipziger Schau ist eine eigens für das Museum entstandene Erweiterung ihres großformatigen Holzschnitt-Panoramas. Für Leipzig hat Jolowicz die Serie um einen lokalen Bezug ergänzt – historische Persönlichkeiten tauchen darin an überraschenden Orten auf .

Die Künstlerin kennt Leipzig gut: 2002 wechselte sie von einem Kommunikationsdesign-Studium in Hildesheim an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, wo sie später auch lehrte. Ihre Arbeiten werden international ausgestellt, 2012 erhielt sie den ersten Preis des Wettbewerbs „Holzschnitt Heute“. Erst in diesem Jahr würdigte die Stiftung Niedersachsen ihr Schaffen mit einem eigenen Band der Reihe „Kunst der Gegenwart“ – begleitet von einer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover.

Wer sich vertiefen möchte: Der reich bebilderte Katalog zur Publikation, mit Beiträgen von Gabriela Jolowicz, Gunda Luyken und Sandra Rendgen, ist während der Laufzeit im Museumsshop erhältlich – das Museum konnte sich noch ein begrenztes Kontingent der bereits vergriffenen Auflage sichern .

Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Weitere Informationen: www.druckkunst-museum.de

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