Sie ist angekommen in Leipzig, die Asiatische Hornisse – dies wird vom NABU Regionalverband Leipzig und dem Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) bestätigt. Beweisstück ist ein Video eines Imkers, das eine Asiatische Hornisse an seinem Bienenstock zeigt. Nun ist man auf der Suche nach dem Nest in Grünau und bittet um Mithilfe.
Die gute Nachricht: Gegenüber Menschen verhält sich die Asiatische Hornisse ähnlich friedlich wie die heimische Art. Bei beiden Arten werden allerdings die Nester verteidigt, weshalb man sich in Nestnähe vorsichtig verhalten sollte. Keinesfalls sollte man beispielsweise versuchen, ein Hornissennest selbst zu beseitigen. Die weniger gute Nachricht: In Frankreich und Spanien verursacht sie Schäden in Imkerei und Landwirtschaft.
Ausbreitung weiter beobachten und wo möglich eindämmen
Daher ist es wichtig, ihre weitere Ausbreitung zu beobachten und wo möglich einzudämmen. Ob dies gelingt, bleibt allerdings eine offene Frage – mit einer gewissen Tendenz zur Verneinung: Vermutlich gelangte die Art bereits 2004 über Transportwege von Übersee nach Frankreich und breitete sich von dort stark in Europa aus. Im Jahr 2014 wurde sie erstmals in Deutschland nachgewiesen, nach Einschätzung von Fachleuten nimmt die Verbreitung seit 2018 hierzulande rasant zu.
Im konkreten Leipziger Fall bitten NABU und LfULG um Mithilfe: Wer eine Asiatische Hornisse oder das mögliche Hornissen-Nest sieht, wird gebeten, seine Beobachtung möglichst mit Foto und der Angabe von Kontaktdaten über das „Meldeportal für Arten“ des LfULG anzuzeigen. Wer das mögliche Nest entdeckt, sollte unbedingt einen Abstand von fünf Metern oder mehr einhalten, da Asiatische Hornissen in der Nähe ihrer Nester zur Verteidigung ihrer Brut sehr aggressiv reagieren können. red./jw



































