Leipziger Freibäder jetzt komplett mit UV-Tafeln ausgestattet

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Einweihung der 1000. Watch-Out-UV Tafel im Schreberbad in Leipzig. Susanne Klehn und Martin Gräfe bei der Enthüllung der Tafel. Foto: André Kempner
Einweihung der 1000. Watch-Out-UV Tafel im Schreberbad in Leipzig. Susanne Klehn und Martin Gräfe bei der Enthüllung der Tafel. Foto: André Kempner

Sonne, warme Temperaturen und ein Tag im Freibad: Für viele gehört das zum Sommer einfach dazu. Doch bevor man sich auf die Wiese legt, lohnt sich ein Blick auf die UV-Strahlung. Im Schreberbad geht dies nunmehr ganz einfach – hier steht seit einigen Tagen die 1000. „Watch out“-UV-Tafel Deutschlands. Zur Enthüllung war auch die TV-Moderatorin Susanne Klehn ins Schreberbad gekommen.

Und dies aus gutem Grund: Für sie ist das Thema Sonnenschutz eine ganz wichtige Frage in Sachen Aufklärung. Susanne Klehn erkrankte 2009 erstmals an Hautkrebs, 2024 kam eine zweite Hautkrebs-Diagnose. Deshalb setzt sich die Moderatorin , die selbst in Leipzig lebt und das Schreberbad regelmäßig besucht, seit Jahren dafür ein, Menschen für einen bewussteren Umgang mit der Sonne zu sensibilisieren.

Trotz hohem UV-Index lange in der Sonne

Diese Sensibilisierung ist gerade in Freibäder enorm wichtig: Viele Besucherinnen und Besucher suchen an heißen Tagen den Schatten auf – aber es gibt auch Menschen, die sich trotz hohem UV-Index lange in die Sonne legen. Dazu kommt, dass die UV-Strahlung je nach Tageszeit, Wetter und weiteren Faktoren unterschiedlich stark sein kann. Sonnenschein allein sagt deshalb noch nicht, wie belastend die Strahlung für die Haut gerade ist.

Da setzen die „Watch out“-Tafeln an: Sie sollen deshalb schnell und verständlich zeigen, wann besonderer Schutz nötig ist. Sonnencreme, Kappen oder Hüte, Sonnenbrillen und UV-Schutzkleidung können dabei helfen. Bei sehr hoher UV-Belastung sollte die direkte Sonne möglichst gemieden werden.

Dass solche Hinweise gern angenommen werden, zeigt sich laut den Verantwortlichen auch schon in Leipzig: Im Freibad Kleinzschocher steht seit einigen Wochen ebenfalls eine UV-Tafel. Menschen, die dort auf den angezeigten UV-Index schauen, achten anschließend offenbar genauer auf ihren Sonnenschutz. Mit der neuen Tafel verfügen nunmehr alle Leipziger Freibäder über eine solche Tafel.

1000. Tafel im Schreberbad ist Meilenstein

Die 1000. Tafel im Schreberbad markiert einen besonderen Meilenstein: Entwickelt wurde „Watch out“ im Jahr 2022 gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, kurz ADP. Die Initiative startete an der Nord- und Ostsee und wurde anschließend bundesweit verbreitet. Allein in Bayern wurden zahlreiche Tafeln aufgestellt. Bis Ende des Sommers soll die Zahl in Bayern auf 500 UV-Tafeln steigen.

Das Ziel ist klar: Menschen sollen sich besser vor den Folgen von zu starker UV-Strahlung schützen. Dazu gehören langfristig Hautkrebserkankungen, aber auch kurzfristige Folgen wie Sonnenbrand oder Hitzschlag. Wer im Schreberbad also seine Decke oder sein Handtuch ausbreitet, muss nicht auf den Sommer verzichten. Ein kurzer Blick auf die Tafel kann aber helfen, den Sommertag etwas bewusster und vor allem ohne gesundheitlichen Spätfolgen zu genießen. J. Sadowsky

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