Schmölln würdigt Luise Neupert: Rathausgalerie bekommt neuen Namen

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Angela Kiesewetter-Lorenz (Freundeskreis Scherenschnitt) und Bürgermeister Sven Schrade enthüllten das neue Schild für den Luise Neupert Saal. Foto: PM
Angela Kiesewetter-Lorenz (Freundeskreis Scherenschnitt) und Bürgermeister Sven Schrade enthüllten das neue Schild für den Luise Neupert Saal. Foto: PM

Mit einer festlichen Veranstaltung hat die Stadt Schmölln gemeinsam mit der Burg Posterstein und dem Freundeskreis Scherenschnitt kürzlich den 100. Geburtstag der Künstlerin und Illustratorin Luise Neupert gewürdigt. Mehr als 60 Gäste kamen in die Rathausgalerie, um an eine außergewöhnliche Schmöllner Persönlichkeit zu erinnern und ihr Lebenswerk zu feiern.

Filmische Einblicke

Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten Matthias und Michael von Hintzenstern mit ihrer musikalischen Umrahmung. Mit dem Konzert verliehen sie dem Abend eine besondere Atmosphäre. Als Überraschung hatten die beiden Musiker sogar ein eigenes Stück zu Ehren von Luise Neupert komponiert und an diesem Abend erstmals präsentiert. Einen eindrucksvollen Einblick in das Leben und Schaffen der Künstlerin bot der Dokumentarfilm von Gunther Auer. Persönliche Erinnerungen, Bilder und Einblicke in ihr künstlerisches Wirken ließen Luise Neupert noch einmal lebendig werden und zeigten, wie nachhaltig sie das kulturelle Leben Schmöllns geprägt hat.

Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Minestrone nach einem Rezept von Luise Neupert, frische Aufstriche, Brote und Baguette sowie weitere Köstlichkeiten luden die Gäste zum gemeinsamen Austausch ein. Für den emotionalen Höhepunkt des Abends sorgte schließlich eine Überraschung: Die bisherige Rathausgalerie trägt künftig den Namen „Luise-Neupert-Saal“.

Gemeinsam wurde das neue Schild feierlich enthüllt. Damit erhält das künstlerische Erbe der Schmöllnerin einen festen und sichtbaren Platz im Rathaus und wird auch künftig mit dem Ort verbunden sein, an dem ihre Werke und die Kunst des Scherenschnitts immer wieder präsentiert werden.

Luise-Neupert-Preis für Maria Markgraf

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem Maria Markgraf für ihre Teilnahme am Luise-Neupert-Preis gewürdigt. Sie hatte als einzige Teilnehmerin einen Scherenschnitt eingereicht und erhielt dafür eine kleine Aufmerksamkeit. Da mit nur einer Einreichung keine Vergleichsmöglichkeit gegeben war, wird der Preis erneut ausgeschrieben. Künftig soll er dann auch mit einem Preisgeld verbunden sein.

Mit dem festlichen Abend fand das Jubiläumsjahr rund um den 100. Geburtstag von Luise Neupert einen würdigen Abschluss. Zahlreiche Veranstaltungen hatten in den vergangenen Monaten ihr Leben und Werk auf vielfältige Weise erlebbar gemacht. Die große Resonanz und die vielen persönlichen Erinnerungen an diesem Abend zeigten einmal mehr, wie eng Luise Neupert mit Schmölln und seinen Menschen verbunden ist.

„Luise Neupert hat mit ihrer Kunst, ihrer Kreativität und ihrer besonderen Persönlichkeit viele Menschen berührt und Schmölln über Jahrzehnte kulturell geprägt. Der Abend hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig die Erinnerung an sie bis heute ist. Besonders freue ich mich, dass wir mit der Umbenennung der Rathausgalerie in Luise-Neupert-Saal einen Ort geschaffen haben, der ihren Namen dauerhaft trägt. Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses Jubiläumsjahr mitgestaltet und damit dazu beigetragen haben, das Andenken an Luise Neupert lebendig zu halten“, so Bürgermeister Sven Schrade.

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