Die Authausener Hip-Hop-Tanzmäuse mit Trainer Mike Erler und Co-Trainerin Felicia Jonack im Bürgerhaus. Foto: KiKi

AUTHAUSEN. In nur wenigen Tagen ist es so weit und der große Auftritt im Bürgerhaus steht bevor. Die Jungen und Mädchen der Authausener Hip-Hop-Gruppe zeigen am Donnerstag, dem 6. Dezember, was sie in den zurückliegenden Wochen gelernt haben.

Eingeladen sind die Eltern, Geschwister und Freunde, die eine etwa einstündige Vorführung erleben werden. Anschließend gibt es ein gemütliches Beisammensein und, weil Nikolaustag ist, munden Lebkuchen und Stollen. Am Mittwoch, dem 19. Dezember, öffnet sich der Vorhang ein weiteres Mal, wenn die Kinder beim Seniorennachmittag für die älteren Einwohner Authausens tanzen. Wie von Silvana Klugmann zu erfahren ist, können gern weitere Interessierte vorbeischauen, um sich vom Können der jungen Tänzer zu überzeugen.

Gerade die Jugend fährt auf Hip-Hop ab und für einige Authausener Hortkinder der AWO-Einrichtung „Mühlenmäuse“ besteht dank eines geförderten Projekts die Möglichkeit, diesen Tanzstil von einem ausgebildeten Trainer zu erlernen. Mike Erler aus Eilenburg, der gemeinsam mit Co-Trainerin Felicia Jonack jede Woche ins Heidedorf kommt, zeigt sich von den sieben- bis zehnjährigen Kids begeistert, die mit Begeisterung und großer Freude bei der Sache sind. Die Übungsstunden, die jede Menge Bewegung und auch Spaß beinhalten, finden wöchentlich im Saal des Bürgerhauses statt. Mike Erler ist davon überzeugt, dass Tanzen eine gesunde sportliche Betätigung ist. Es regt den Kreislauf an, steigert Beweglichkeit, Ausdauer, Koordination und Konzentration, und wenn man in der Gruppe tanzt, fördert es auch noch den Zusammenhalt der Tänzer untereinander.

„Man spürt den ganzen Körper und entwickelt ein Gespür für Rhythmus und Takt. Außerdem kann man stolz sein, wenn man neue Schritte einstudiert hat und die Choreografie nach einigem Üben klappt“, weiß der Trainer aus eigener Erfahrung. Es sei außerdem ein gutes Gefühl, wenn die Show vor Publikum gelingt und die Tänzer mit Applaus belohnt werden. „Bühnenpräsenz stärkt das Selbstbewusstsein“, ist sich Mike Erler sicher.

Und, damit die Bühnenpräsenz am 6. und am 19. Dezember auch wirklich perfekt wird, wurde zum Bastelnachmittag geladen, um „coole Outfits“ für die Tänzer zu gestalten. „Die Teilnahme war so groß, dass wir zwei Nachmittage im November organisierten“, erklärt Silvana Klugmann. Und wie die Kita-Leiterin weiter erklärte, gestalteten die Kinder mit ihren Eltern T-Shirts und Basecaps mit Stempelbuchstaben sowie mit Textilmal- und Sprühfarben und peppten diese mit verschiedenen Accessoires auf. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt.

Leider läuft mit den Auftritten im Dezember das Hip-Hop-Projekt in Authausen, das im Mai begann, aus und Silvana Klugmann hofft im Sinne der Kinder sehr auf eine Fortführung im kommenden Jahr. Unterstützung gab es von der „Kulturellen Bildung des Kulturraums Leipziger Raum zur Förderung der ländlichen Region“. Wie weiter zu erfahren war, beinhaltete das Projekt nicht nur das Tanzen selbst. In Zusammenarbeit mit der Bad Dübener AWO-Bibliothek erfuhren die Jungen und Mädchen durch Bibliothekarin Angela Pietsch, was Hip-Hop ist, wie der Tanz entstand und was er bedeutet. Außerdem wurde über die zurückliegenden Projektwochen eine Dokumentation erarbeitet.

Mike Erler trainiert wöchentlich auch vier Hip-Hop-Gruppen in Eilenburg und zwei Gruppen in Bad Düben. Trotzdem bleibt es für den Eilenburger Tänzer ein Hobby, denn beruflich arbeitet er als Schulbegleiter am Evangelischen Schulzentrum in Bad Düben. KiKi

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