Regionalsport
Starke Lok-Kicker scheitern erst im Finale: Stimmungsvoller Budenzauber bei den „Ur-Krostitzer Masters“ in der Ernst-Grube-Halle
Eine gute Figur macht der 1. FC Lok Leipzig derzeit in der Ernst-Grube-Halle: Bei den „Ur-Krostitzer Masters“ musste man sich erst im Finale geschlagen geben.
Vor nahezu ausverkaufter Halle hatten die Mannen von Noch-Interims-Trainer Eric Eiselt gegen die U 23 des FC Schalke 04 allerdings keine Chance mehr: Dem Regionalligisten mussten sich die Probstheidaer im Endspiel mit 0:4 geschlagen geben. Immerhin – in der Gruppenphase hatte man die „Nachwuchs-Knappen“ mit 2:1 geschlagen.
Ohnehin präsentierten sich die Mannen um Kapitän Thorsten Görke in bester Spiellaune: Unter den Augen des neuen Cheftrainers Willi Kronhardt trumpften sie mächtig auf, spielten beispielsweise den FSV Krostitz mit 5:0 aus der Halle und ließen sich auch im Halbfinale vom Regionalligisten VFC Plauen nicht stoppen. Letztlich fehlte aber wohl einfach die Puste – schließlich gingen die Schalker mit etlichen Minuten „Regenerationsvorsprung“ ins Endspiel und verteidigten da den Titel als Hallenkönig des traditionellen Fußballturniers des SV Leipzig Nordwest aus dem Vorjahr.
Auffällig bei Lok Leipzig: Neben den gestandenen Kräften wie Thorsten Görke, Benedikt Seipel und Djibril N’Diaye überzeugten junge Perspektivspieler wie Ronny Mende und Tino Schulze. Und ein Andreas Streubel – mit sechs Einsätzen in der Hinrunde eher mit dem Status „Ergänzungsspieler“ versehen – glänzte sogar mit fünf Toren und holte sich den Titel „Spieler des Turniers“. Dies zeigt: Die Ansprache von Willi Kronhardt ist offenbar bei der Mannschaft angekommen – er hatte ja öffentlich angekündigt, „auf Einsatz und Körpersprache“ bei den Hallenturnieren ein Auge zu haben.
Die weiteren Fakten eines stimmungsvollen Turniers: Drittligist FC Carl Zeiss Jena bekleckerte sich bei zwei Niederlagen und einem Remis nicht mit Ruhm – nach der Vorrunde war Schluss. Nicht viel besser machten es die Zipsendorfer: Der ZFC Meuselwitz scheiterte auch in der Vorrunde – ebenso wie der FSV Krostitz und der Gastgeber SV Leipzig Nordwest.
Text: JW
BU/Foto:
Mit attraktiven Hallenfußball und reichlich Toren – hier knallt der Hallenser Toni Lindenhahn den Carl Zeiss-Kickern die Kugel ins Netz (links) – verwöhnten die meisten Teilnehmer des „Ur-Krostitzer Masters“ das Publikum. Herausragend: Der Lok-Kicker Andreas Streubel (rechts) wurde als Spieler des Turniers ausgezeichnet. Fotos: J. Wagner
08.01.12, 12:01






