Regionalsport

Leipziger KFC-Ringer blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurück – Neue Impulse erhofft

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Uwe Neumeister, Vizepräsident und Sport-Verantwortlicher des Kampfsport- und Fitness-Clubs (KFC) Leipzig, ist zufrieden: Das Jahr 2011 war ein wirklich gutes – mit dem Bundesliga-Aufstieg der Wettkampfgemeinschaft Leipzig/Taucha und der Rückkehr in die sanierte Sporthalle Leplaystraße.

Stolz präsentiert er die neuen Hallen und Fitnessräume: „Wir haben in Sachen Ausstattung und Infrastruktur einen echten Quantensprung erlebt. Unsere Trainingsmöglichkeiten sind top. Und wir hoffen als Verein nun auch darauf, dass dies neue Impulse für die verschiedenen Abteilungen bis hin zum Karate gibt.“ Und tatsächlich kann der KFC angesichts der exzellenten Bedingungen mit Ringer- und Karatehalle, bestens ausgestatteten Fitnessräumen und modernen sanitären Einrichtungen (bis hin zur Sauna) schon einen ersten Zuwachs verzeichnen.

Sportlicher Erfolg

Was wohl letztlich auch am sportlichen Erfolg der Ringer liegt: Die konnten im Dezember letzten Jahres als WKG Leipzig/Taucha den umjubelten Aufstieg in die Bundesliga perfekt machen. „Eigentlich gab’s in der 2. Bundesliga Ost drei, vier Teams, die von der Papierform her stärker besetzt waren“, doch vor allem in der Rückrunde hatte sich das Team um Schwergewichtler Nico Graf bestens durchgekämpft.

Und die Euphorie nach dem entscheidenden 22:16 über den KSC Jena hält an, freut sich Uwe Neumeister: „Das zeigt sich an der Trainingsmotivation. Inzwischen wird jeden Tag richtig intensiv und in großer Runde trainiert.“ Dabei geht das Abenteuer Bundesliga für die Ringer erst im September los – übrigens mit einer Mannschaft, die im Kern in der aktuellen Besetzung zusammenbleiben soll.

Wobei der KFC-Vize das System Bundesliga durchaus kritisch betrachtet. „Für junge deutsche Ringer ist der aktuelle Status quo eher ein Nachteil“, schätzt er ein. Der Hintergrund: Derzeit müssen in einer Bundesliga-Mannschaft nur vier deutsche Sportler ringen. Und die Leipziger machen keinen Hehl daraus, dass sie diese Quote gerne erhöhen würden. Nicht nur, um die eigenen Aussichten zu erhöhen (die gegen oft mit ausländischen Top-Ringern besetzte Liga-Teams meist eher gering sind), sondern auch, um Talenten Einsatzzeiten und sportliche Chancen zu eröffnen.

Eigene Philosophie

„Die Bundesliga ist eine gute Sache, um stärker in den öffentlichen Fokus zu kommen: Für den Zuschauer ist ein Liga-Wettkampf sehr attraktiv. Aber eigentlich haben wir eine andere Philosophie: Wir wollen unsere Ringer mit Blick auf wichtige internationale Wettkämpfe voranbringen“, erläutert Uwe Neumeister. Da ist es kein Wunder, dass anno 2012 das Thema „Olympische Spiele“ im Vordergrund steht.

Schließlich haben einige KFC-Ringer durchaus noch die Chance, das Olympia-Ticket zu lösen – Nico Graf und Dustin Scherf beispielsweise, aber auch Nicole Hoffmann macht sich noch berechtigte Hoffnungen. „Es wäre ein Traum, dieses Trio nach London zu bringen. Allerdings müssen sie sich in den Qualifikationsturnieren im europäischen Maßstab messen“, gibt der KFC-Vize einen Ausblick auf die Zeit bis zum Juni 2012.

Sollte dieser Traum Realität werden, könnte dies einen weiteren Schub auslösen. Uwe Neumeister weiß um die Bedeutung von solchen Spitzensportlern als Motivation für den Ringer-Nachwuchs. Um den es aus seiner Sicht gar nicht schlecht bestellt ist – wie ein Blick in die Ringerhalle auch zeigt. „Es ist gar nicht schlecht, wenn junge Leute erst relativ spät, also mit 13, 14 Jahren zum Ringen kommen. Und vielleicht vorher geturnt haben oder beim Wasserspringen waren“, schließlich sei die Koordinationsfähigkeit bei diesem Kampfsport das A und O: „Der Vorteil beim Ringen: Es geht nicht um Größen oder Gewicht. Da gibt’s die jeweiligen Gewichtsklassen.“

J. Wagner

www.kfc-leipzig.de

22.01.12, 13:01