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„Bin und bleibe Trainerin durch und durch“ – Im Gespräch mit Claudia von Lanken

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Die Saison beim Frauenfußball-Bundesligisten Lok Leipzig war für sie  mehr als kurz. Nachdem der Bundesliga-Neuling aus Probstheida in den ersten fünf Saisonspielen lediglich einen Sieg erringen konnte, zogen die Lok-Verantwortlichen die Reißleine und entbanden Claudia von Lanken am 4. Oktober von ihrem Traineramt.

Zum Rückrundenstart am 19. Februar (Lok gegen den Tabellen-Zweiten FCR Duisburg) stehen die Lok-Frauen mit neun Punkten auf Tabellenplatz zehn. SaSo fragte drei Monate nach der Entlassung die 34-Jährige nach ihren Zukunftsplänen.

Sind Sie noch in Leipzig anzutreffen?
Ich bin und bleibe noch bis zum Sommer in Leipzig und werde weiterhin meine Freundin hier im Verein unterstützen.

Wie sieht Ihr Tag aus, wenn Sie nun nicht mehr als Trainerin der ersten Lok-Frauenfußballmannschaft auf dem Platz stehen?
Ich habe mir einen Welpen gekauft, der mich jetzt rund um die Uhr fordert. Mir wäre sonst wohl die Decke auf den Kopf gefallen. Außerdem verfolge ich weiterhin alle Spiele von Lok ganz genau. Mit Ausnahme von München habe ich seit meiner Beurlaubung alle gesehen. Im neuen Jahr werde ich mich beruflich noch weiterbilden, um nicht nur sportlich fit zu bleiben, sondern auch meinen Geist weiterhin zu fordern.

Was wünschen Sie sich für 2012 und welche beruflichen Ziele stellen Sie sich im neuen Jahr?
Ich möchte in erster Linie gesund bleiben. Das gilt natürlich auch für meine Freunde und die Familie. Ich bin Trainerin durch und durch und würde gerne wieder eine Mannschaft trainieren.

In welchem Verein könnten Sie sich eine neue Beschäftigung als Trainerin vorstellen?
Das ist eine schwere Frage. Pauschal kann ich keinen Verein nennen, viele gibt es in der 1. Bundesliga ja nicht. Außerdem passt auch nicht jeder Trainer zu jedem Verein. Ich arbeite gerne im Team und mit einer jungen, talentierten Mannschaft. Jetzt warte ich erst einmal ab, denn das Trainergeschäft ist schnelllebig und daher sollte man einfach die Ruhe bewahren.

Wie sehen Sie die Chancen in der zweiten Halbserie für die Lok-Frauen und
auf welchem Tabellenplatz wird/könnte Ihrer Ansicht nach das Lok-Team am Saisonende stehen?
Lok hat sich eine gute Ausgangsposition geschaffen und beachtliche neun Punkte geholt. Ich gehe aber davon aus, dass man bis Saisonende mit Jena und HSV um den zweiten Abstiegsplatz spielt. Es ist alles ganz eng beisammen, da entscheidet möglicherweise zum Schluss nur das Torverhältnis.

Text/Foto: M. Frenzel

08.01.12, 12:01