Mit "Caveman" landete sie die wohl witzigste Mann-Frau-Story auf der Bühne. Im Frühstück mit SachsenSonntag spricht Regisseurin und Autorin Esther Schweins über Mallorca, das Lieblingsfrühstück und "Hi Dad" - ihr neuestes Werk.Profan, aber doch profund sei das, was sie jetzt gerade macht. Die Mutter ist zu Besuch. "Während sie die Kinder im Blick hat, kümmere ich mich um den Haushalt. Schön, oder?", lacht Esther Schweins. "Und ich gebe gerade ein Interview!"
Die gebürtige Oberhausnerin lebt gemeinsam mit ihrem Partner - einem spanischen Oliven-Farmer - auf Mallorca. Ihre Stimme klingt entspannt. "Das Wetter ist im Moment nicht so besonders. Kalte Winterstürme haben die Insel heimgesucht. Die Häuser in unserem Dorf sind dafür nicht gemacht", plaudert sie.
Ein Frühstück im Freien - sonst kein Problem - ist da im Moment natürlich nicht möglich. Wenn es stattfindet, dann ist es jedoch "ein gewaltiges", flachst die schöne Schauspielerin, Buchautorin und Regisseurin. Auf den Tisch gehören Schokocroissants und Orangen aus eigener Ernte. Bestenfalls findet die erste Mahlzeit des Tages mit der Familie statt - d. h. nicht ohne Tochter Mina (2,5 Jahre) und Söhnchen Pao (15 Monate).
Esther Schweins begann ihre Karriere als sinnliche rothaarige Ulknudel in der legendären RTL-Comedysendung "Samstag Nacht". Danach spielte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Unter anderem ist sie auch die deutsche Stimme von Prinzessin Fiona im Animationsfilm "Shrek". Dem ohnehin schönen Lied "Dieser Weg" von Xavier Naidoo verlieh sie im dazugehörigen Musikvideo ihr Antlitz. Zudem packte die Traumfrau ihre Vorstellung von gesunder Ernährung zwischen zwei Buchdeckel ("Saft & Kraft", Eichborn-Verlag). Das nervige Image "sexy, schön und witzig" hat sie längst abgelegt, auch weil sie als Regisseurin i h r e n W e g - also ohnehin einen ganz anderen - geht.
Einschneidendes Erlebnis war der Tsunami 2004, wo sich Esther - damals gerade in Sri Lanka - selbst nur auf einen Baum retten konnte. Das Leben krempelte sich noch einmal komplett um. Sie gab ihren festen Wohnsitz auf, übernachtete ab sofort bei Freunden sowie in Hotels und betete mit buddhistischen Mönchen.
Die meisten Leipziger kennen ihren größten Regie-Erfolg: Der deutsche "Caveman" ist von ihr entworfen und inszeniert.
Und ein neues Bühnenstück steht schon in den Startlöchern. Am 10. Februar, 20 Uhr ist im Spiegelpalast der Kongresshalle Premiere für "Hi Dad" mit Darsteller Felix Theissen. "Es geht um die väterlichen Herausforderungen, die Männer zu wahren Helden werden lassen." Wunderbares Anschauungsobjekt war ein langjähriges Freundespaar: "Die haben sich mit Händen und Füßen gewehrt, waren viel auf Reisen und wurden dann doch Eltern", schmunzelt die Künstlerin.
",Hi Dad' sind zwei vergnügliche Stunden "mit einem dem Leben sehr zugewandtem Mann", verspricht die Regisseurin. Witziges und auch einziges Accessoire des Dads: ein Gymnastikball - der in verschiedene Rollen schlüpft. "Mal ist er Gebärmutter, mal Bett, mal Schwangerenbauch."
Tickets gibt's an allen VVK-Stellen und unter der Karten-Hotline (0341) 14 14 14.
David Quosdorf


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